Anja Ritterbusch - when night is almost done /CDArt.-Nr. A 5002
Auf ihrer aktuellen CD „When Night Is Almost Done“ mit ihrem Quartett um den Drummer Timo Warnecke, den Bassisten Michael Gudenkauf und den Pianisten Eike Wulfmeier, der als kongenialer Co-Autor fungiert, beschreibt Ritterbusch ihre nächtlichen Empfindungen, die einer emotionalen Achterbahnfahrt, einem sanften Pendeln zwischen Melancholie und Optimismus gleichen.
Mit ihrer jungen und doch erstaunlich weisen Stimme erzählt sie Geschichten, die gefangen nehmen, warme Gefühle vermitteln, aber auch verstören können- sei es in eigenen Stücken oder mit Hilfe von hinreißenden Standards wie „Turn Out The Stars“ (Bill Evans) „Two Kites“ (Antonio Carlos Jobim) sowie des Titelsongs, den Anja Ritterbusch einem Gedicht von Emily Dickinson nachempfand. Ein Wagnis ist das schon. „Wir wollen unsere eigene Musik machen“, stellt die Sängerin unmissverständlich klar. Die klingt deshalb auch authentisch, ebenso zupackend wie fragil, von der Instrumentierung her eher klassisch und dennoch angenehm unorthodox. Im Prinzip Jazz, aber nicht nur. „When Night Is Almost Done“ atmet eine Reihe von Einflüssen: Pop, Folk, Ambient, Klassik. „Natürlich bin ich eine Jazzsängerin“, lächelt Anja Ritterbusch, „was immer man heute auch darunter versteht.“ Touché! Genau darum geht es. Denn ein rauchiges Kellerloch am Rande der Hauptstraße taugt 2010 mitnichten als Keimzelle für derart feine Poesie, solch verästelte instrumentale Preziosen. „Wenn ich Texte schreibe, dann finde ich automatisch den Weg in die Natur, obwohl ich mittlerweile ein Kind der Großstadt bin“, wundert sich die erfrischend klischeefreie, wandelbare Sängerin selbst ein wenig. Anja Ritterbusch und ihre drei Männer schenken uns mit „When Night Is Almost Done“ einen echten musikalischen Schatz. (Auszüge aus dem Presseinfo von Reinhard Köchl)
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