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Christina Fuchs' No Tango - no tango /CD

Art.-Nr. NRW-CD 7002

 
 
CD-Tracks/Probehören.
CHRISTINA FUCHS' NO TANGO at JAZZAHEAD
Freitag, 29. April 2011 um 21:30 Uhr Kulturzentrum Schlachthof, Bremen (next to the Congress Centre).

No Tango are Christina Fuchs bass clarinet, saxophone / Ulla Oster bass / Christoph Hillmann drums / Florian Stadler accordeon

"With No Tango, Christina Fuchs has created a unique sound cosmos, one that stands apart from, yet incorporates, traditional musical styles. No Tango's music draws from disparate sources to weave a multi-colored musical quilt, at times cheerful, at times quiet, always vibrant…" Jazzthetik

NoTango are available for Booking & Licensing (+ cd exports) / contact Jürgen Czisch at Jazzahead (Stand B 13)
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CD INFO:
"Ich mag keine Telefon-Bands." Die Kölner Saxophonistin Christina Fuchs kennt die Arbeitsbedingungen von JazzmusikerInnen genau. Seit 1987 ist sie als Saxophonistin, Klarinettistin und Komponistin in den unterschiedlichsten Formationen von Jazz, improvisierter Musik, Theater- oder Rundfunk- und TV-Produktionen beschäftigt. Die CD "No Tango!" (NRW 7002) präsentiert ein Projekt, das ihr besonders am Herzen liegt. Denn das gleichnamige Quartett NO TANGO fand schon 2001 zusammen.

Nun gehört das Quartett zu den Standardformaten des Jazz – ein Bläser und Schlagzeug, Bass, Piano/wahlweise Gitarre - doch als Christina Fuchs den Akkordeonisten Florian Stadler traf, war schnell klar, dass dieses Viererbündnis keine herkömmliche Besetzung sein würde. Denn der Musiker, dessen Wurzeln in den Sphären der Neuen Musik und freien Improvisation liegen, ersetzte den gewohnten Harmonielieferanten Klavier durch sein "atmendes Instrument".
Ulla Oster, u.a. Kontrabassistin des United Women Orchestra (zu dessen Gründerinnen 1992 auch Christina Fuchs gehörte) und Christoph Hillmann (Drums) sind die beiden anderen Eckpunkte des im Wortsinn "außer-gewöhnlichen" Jazzquartetts mit dem ironischen Namen: NO TANGO.

Um es gleich zu sagen: Die Vermutung, NO TANGO arbeiteten sich am Für und Wider südamerikanischer Folklore ab, greift ins Leere. Christina Fuchs lacht: "Wir spielen keinen authentischen Tango. Das sollen lieber die Argentinier machen, die können das besser. Aber man kann mit den Elementen spielen. Das ist ja nicht verboten."
Und NO TANGO bringen die Elemente ihrer Musik miteinander zum Tanzen. Da weckt das Akkordeon Tango-Assoziationen, um gleich darauf die Rolle des Begleit-Pianos im Mainstreamjazz-Quartett zu übernehmen, sphärische Klangteppiche auszubreiten, dann wieder geht das trockene Klappern seiner Knöpfe in der Bewegungsenergie der korkigen Bassklarinetten-Mechanik auf.
Doch das Akkordeon, dieses "unterschätzte Instrument“ ist nur einer von vier Jokern im NO TANGO-Quartett. Die Holzbläserin Fuchs schlüpft mit dem Tenorsaxophon ins Post-Bop-Gewand der Lovano-Schule, beschwört mit dem Sopransaxophon okzidentale Kombinationsrhythmik, um im Handumdrehen die Klangspuren zu verwischen: ist das jetzt die Bassklarinette in höchster Lage?
Bisweilen verschmelzen sogar – wie im zeitlosen Raum des polyrhythmischen "10-11" - gebrochene Flageoletts von Ulla Osters Kontrabass mit Christoph Hillmanns handgeriebenem Schlagzeug und Spaltklängen der Bassklarinette, eingebettet in den Diskant des Akkordeons. Dann wieder spannen die einzelnen Instrumente den Klangraum in vier deutlich unterschiedene Dimensionen auf – und vereinen sich in der soliden Energie des Jazzgrooves von z.B. "Whole Tone Shit".

NO TANGO sind in den gemeinsamen Jahren vor der Produktion ihres CD-Debüts zu einer Einheit zusammengewachsen. Doch nicht schlafwandlerische Routine stellt sich ein, sondern das Vertrauen auf den frischen Impuls, das Spiel miteinander, das von gegenseitiger Überraschung lebt. Sie spielen souverän mit Elementen aus einem weiten Klanguniversum, das sich zwischen Jazz, Tango, Folklore und freier Improvisation ohne doppelten Boden erstreckt – und sie spielen mit unseren Hörerwartungen, erweitern Klanghorizonte und machen Lust auf mehr.

In diesem, im besten Sinne sind NO TANGO ein Modern Jazz Quartett. Grenzen sind zum Überschreiten da.
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