Trondheym & guests - stay tuned /CDArt.-Nr. NRW-CD 2041
Gerhard Schmitt (guitar,vocals,electronics), Lars Dieterich (bassclarinet)
Gäste auf der neuen CD "Stay tuned": Ofri Brin (vocal #3), Alexa Rodrian (vocal #7), Jens Fischer Rodrian (slide guitar #7), Nic Leistle (bass clarinet #8) >> live zu buchen für 2010 und 2011 // NRW-Jazz: Tel. 03841 7582050 Pressestimmen: Gerhard Schmitts Suche nach neuen Sounds und der kreativen Vermischung akustischer Instrumente mit elektronischer Musik geht weiter. Der Gitarrist und Elektroniker hat sein reiches Spektrum auf "Stay Tuned" gehörig erweitert. Lars Dieterichs Bassklarinette bringt dazu mit seinem Spiel auf dem neuen Album einen wunderbaren Anstrich von Klangfarben in einem Kontext aus Jazz und elektronischer Musik. Durchaus sind Trondheym in der Gegenwart zu Hause, denn die instrumentalen Stücke zeugen von einem Sound der zwar fett ist, ohne aber überladen zu wirken. Bereichert wird dieses Album ohnehin auch durch Schmitts Gesang und der Gastmusikerin Alexa Rodrian. Die Texte mit poetischer Dichte sind ein weiteres Herzstück dieser CD und lösen beim Hören eine leichte Gänsehaut aus. Beispielsweise "Over and over" oder der Titelsong "Stay tuned" hätten auch das Zeug, ganz oben in den Popcharts zu landen. Für Fans elektronisch verstärkter Jazzmusik sollte dieses Album ein Pflichtkauf werden. (Jazzpodium) Info | Das ist Trondheym 2009, wie es klingt und manchmal auch kracht – mal im Beatgebälk, mal im Überblasen der Bassklarinette, und natürlich in der Verzerrung der Gitarre. Spektakuläre Flinkfingrigkeiten wurden allerdings weit in den Hintergrund gemischt und fungieren allemal als Textur. Im Vordergrund steht die Dynamik der verschiedenen Soundebenen – dem organischen Atmen der Bläser (außer Lars Dieterich ist Nik Leistle an der Bassklarinette zu hören), dem schmatzenden Analogsound von Schmitts Effektgeräten, der digitalen Knusprigkeit der Beats ... und der Stimmen. Richtig gelesen, denn die entscheidende Neuerung des Albums ist bisher noch gar nicht erwähnt worden, obwohl sie einem bereits in de ersten Sekunde ins Ohr springt: Trondheym ist keine Trutzburg der instrumentalen Musik mehr und hat seine Pforten für Sängerinnen und Sänger geöffnet: Zunächst sind da Ofri Brin und Alexa Rodrian, mit deren jeweiligen Bands (Ofrin bzw. Alexa Rodrian Band) Schmitt schon länger freundschaftlich verbunden ist, und die jeweils eigene Texte beigesteuert haben. Für Fans aber vielleicht die Sensation an sich: Schmitt singt! Zur Eröffnung eine Coverversion, das erstaunlich zarte „Little Girl In Bloom“ von Thin Lizzy. „Das ist etwas, was ich an Phil Lynott immer bewundert habe,“ erläutert Gerhard Schmitt, „dass hinter dieser harten Präsenz ein sehr sensibler Kern steckt.“ Und auch Schmitt erweist sich bei der Interpretation als äußerst soulfull. Zwei weitere Stücke, auf denen er singt, „Over and Over“ und „Stay Tuned“ stammen aus der eigenen Feder – Resultat seines wiedererwachten Interesses am Songwriting. Welches wiederum nicht auf die englische Sprache beschränkt ist. Sie schien nur als die angemessenste für das virtuelle und damit kosmopolitische Dorf Trondheym. Und so folgt auf „Stay Tuned“ jedem Vokal- ein Instrumentalstück, ein Wechselspiel von Ruhepolen, Suspense-Situationen und Entladungen. Ein erzählerisches Konzept steckt hinter dieser Trackfolge allerdings nicht. „Es hat sich durch die Zusammenstellung so ergeben,“ bemerkt Schmitt lapidar, „hätte aber nicht zwangsläufig so enden müssen. Wäre es eine Vinylplatte gewesen, hätte ich vielleicht die Instrumentals auf die eine, und die Gesangsnummern auf die andere Seite getan.“ Schön wäre es gewesen, denn etwas Rillenknistern wäre wohl eine ideale Ergänzung für dieses vor Spannung flirrende Klangbild. Aber auch auf diesem Gebiet ist die Zeit eben nicht stehen geblieben. Doch ob man sich dieser Musik nun via Radio, CD, iPod oder – nicht zu vergessen! - live nähert: Einige Momente, Klänge und Melodien dieser Platte werden noch lange nachhallen.
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