Paul Brody's Detonation Orch. f. David Moss - animals & cowboys /cdArt.-Nr. NRW-CD 9004
Paul Brody, David Moss, Ed Schuller, Michael Rodach, Tony Buck,
Gäste: Rudi Mahall, Billy Bang, Bettina Wauschke, Gayle Tufts. "Paul Brody's DetoNation Orchestra ist eigentlich nur ein Quintett, das aber auf dieser Platte durch fünf Gäste aufgestockt wird. Der amerikanische Trompeter ist seit geraumer Zeit in Berlin ansässig und hat mit dem ebenfalls dort lebenden "Sänger" (in diesem Fall eine starke Untertreibung) David Moss die Band ins Leben gerufen. Animals and Cowboys erinnert an Frank Zappas beste Phase in den frühen siebziger Jahren (so bis circa Apostrophe). Wie Zappa schreckt auch Brody nicht davor zurück, amerikanische Volksmusiken wie Merle Travis' "16 Tons" (wurde bei uns, glaube ich, von Bruce Low gesungen) kräftig durch den Reißwolf zu drehen. Die Produktion ist wundervoll druckvoll, Tony Buck drummt sich die Seele aus dem Leib, Michael Rodach hat auf seinem Gitarrenverstärker den Breitwand-Regler nach rechts gestellt, und Rudi Mahall, Billy Bang und Brody selbst setzen reizvolle Solo-Akzente. Und wer den Moss'schen Vokal-Wahnsinn noch nicht kennt, sollte unbedingt hier reinhören - denn der Wahnsinn hat Methode!" (Jazzthetik) "Es muss bei diesem Werk sein - nämlich die Bewertung ganz an den Anfang stellen. Vom ersten Ton an geben sich Tiere und Cowboys gegenseitig Zunder und treiben sich zur Höchstform. Klasse. Die weitflächige Einsamkeit des amerikanischen Westens, die Siedler , die Eisenbahn, der Blues, die Liebe: eine komplexe Geschichte, die Paul Brody souverän erzählt. Den Traum des Cowboys erzählt dieser selbst am Tag des jüngsten Gerichts. Den Kern für sein Werk fand Brody in einem Songbook, das er für sechzig Cent auf einem Flohmarkt in San Francisco erworben hatte. Aus dieser Quelle nahm er die Inspiration für seine sehr zeitgemäße Cowboymusik, die durch die Verbalkunst von David Moss erst recht inszeniert wird." (Westzeit) "Selten, dass Jazz die Avantgarde leicht nimmt und das Geschichtenerzählen ernst." (Die Zeit, Konrad Heidkamp)
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